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Last Update: 07.12.04
 

 
 

Lewis Carroll (1832-1898)

Charles Lutwidge Dodgson wurde am 27. Januar 1832 in Daresbury bei Warrington geboren und starb am 14. Januar 1898 in Guildford. Sein berühmtes Kinderbuch Alice im Wunderland mit seiner Mischung aus Wortspiel, Logik und Fantasie blieb bis heute populär.

Lewis Carroll Charles Lutwidge Dodgson lehrte von 1855 bis 1881 Mathematik in Oxford. Während dieser Zeit schrieb Carroll mehrere mathematische Abhandlungen, darunter Euclid and His Modern Rivals. Als Mathematiker war er eher konservativ, er war auch kein glanzvoller Pädagoge, galt er doch unter seinen Kollegen als höflicher, gutmütiger, dabei aber menschenscheuer, verschrobener und eigenbrötlerischer Mensch. Seine Studenten sahen in ihm einen pedantischen und ziemlich langweiligen Lehrer. 1865 erschien Alice's Adventures in Wonderland, dem sofort grosser Erfolg beschieden war. Die Fortsetzung Through the Looking-Glass and What Alice Found There folgte 1872. Die beiden Alice-Werke sind Elementarlehrbücher der Logik aber auch lustige Kindergeschichten. Von den belehrend-moralisierenden Kinderbüchern der viktorianischen Epoche setzt Alice sich wohltuend ab. Die Darstellung einer paradoxen, raum- und zeitlosen Gegenwelt, in deren eigenartiger Logik die Heldin sich wie im Traum bewegen muss, ist mit satirischen Seitenhieben auf die Gesellschaft und mit Parodien auf ihre Vertreter, z.B. die Lehrer, durchsetzt. Von der Beliebtheit der Figuren bis in die heutige Zeit hinein zeugen vier Verfilmungen (1933, 1951, 1985 und 1999). Auch zahlreiche Sentenzen aus den Büchern sind in den allgemeinen Wortschatz - vor allem des Englischen - eingegangen. Mehrere Anspielungen auf die Abenteuer von Alice finden sich zudem im Film The Matrix. Die witzigen Sprachspiele der Figuren, die die Bedeutungslogik oftmals ad absurdum führen, haben die Abenteuer von Alice zu einem wichtigen Markstein in der Entwicklung der modernen Literatur gemacht. Vor allem die Surrealisten wurden von Carroll beeinflusst.

 

ALICE IN WONDERLAND - 1865

MärzhaseDie Titelheldin Alice wird während eines langweiligen Picknicks mit ihrer Schwester auf ein weisses Kaninchen aufmerksam, dem sie schliesslich in dessen Höhle folgt. Dabei landet sie in einer traumartigen Welt, die vor Paradoxa und Absurditäten nur so strotzt. Bei dem Versuch, dem Kaninchen zu folgen, passieren ihr zahlreiche Missgeschicke. So begegnet sie einer Gruppe winziger Tiere, die in einem Meer von Alices Tränen gestrandet sind, wird im Kaninchenbau gefangen, trifft auf ein Baby, das sich plötzlich in ein Schwein verwandelt und eine Katze, die verschwindet, bis nur noch ihr Grinsen sichtbar ist. Neben einer unendlichen Teeparty kommt auch noch ein Croquet-Spiel mit menschlichen Spielkarten vor, bevor die Geschichte damit endet, dass der Herz-Bube wegen Diebstahls vor Gericht gestellt wird und Alice unter einem Baum bei ihrer Schwester Celia aufwacht.

Das Buch wurde zuerst am 4. Juli 1865 veröffentlicht. Es ist inspiriert durch eine Bootsfahrt auf der Themse genau drei Jahre zuvor, auf der Carroll den drei Schwestern Lorina Charlotte, Alice Pleasance und Edith Liddell eine Geschichte erzählte, die er erst unter dem Namen Alice's Adventures Under Ground und dann nach Erweiterungen als Alice's Adventures in Wonderland niederschrieb.

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